Die Fuchsräude macht die Runde: Richtig verhalten ist wichtig

04.05.2021

Vermehrt kommen Füchse in bewohnte Gebiete, denn hier kommen sie leicht an Nahrung. Ein paar von ihnen haben eine hochansteckende Krankheit, die auch auf Hunde übertragen werden kann.

Die «Fuchsräude» (Sarcoptes-Räude) ist eine Hauterkrankung, die für den Fuchs oft tödlich endet. Ihr Erreger ist die Grabmilbe, die durch direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen wird. Die Krankheit ist für Tiere hochansteckend, auch auf Hunde kann sie übertragen werden. Die Grabmilbe verursacht beim betroffenen Tier eine allergische Reaktion und ist stark juckend. Durch das Kratzen entstehen Hautläsionen und -entzündungen, auch Haarausfall ist typisch.

Erkennbar ist die Fuchsräude aber nicht nur, weil die befallenen Tiere sich kratzen oder beissen. Kranke Tiere verlieren die Scheu vor den Menschen und sind deshalb häufiger im Siedlungsgebiet anzutreffen, wo sie leichter an Nahrung kommen. Wer einen kranken Fuchs sieht, soll dies bitte dem lokalen, für Wildtiere zuständigen, Jagdaufseher melden: Adrian Burger, 076 562 73 12, oder Björn Widlund, 079 248 82 76.

Für die Übertragung der Fuchsräude spielt die Populationsdichte eine wesentliche Rolle. Wo es viele Füchse gibt, die noch keinen Kontakt zu der Milbe hatten, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Hunde sollten bei Anzeichen von starkem Juckreiz sofort zu einer Tierärztin oder einem Tierarzt gebracht werden. Menschen stecken sich in der Regel nicht an.

Zurzeit setzt nicht nur die Räude, sondern auch der Staupevirus dem Fuchsbestand stark zu. Hunde können dagegen allerdings geimpft werden. Für Menschen bedeutet der Staupevirus keine Gefahr.

Füchse kommen im Siedlungsgebiet leicht an Nahrung
Wenn Füchse vermehrt in bewohntem Gebiet unterwegs sind, hängt das aber nicht unbedingt mit der Fuchsräude zusammen. Wo Menschen leben, kommt der Fuchs einfach an Futter. Sei es durch entsorgte Nahrungsmittel in Abfallsäcken oder offenen Abfallkübeln, sei es in Futterschalen für Hunde und Katzen, die draussen stehen geblieben sind: Das grosse Angebot lockt die Tiere in den Siedlungsraum. Auch für Igel und andere Wildtiere sollte kein Essen bereit gestellt werden.
Essensreste sollten in einem geschlossenen Container oder in der Biotonne entsorgt werden oder – noch besser – gar nicht erst entstehen, Stichwort «food waste».

Mit Räude befallener Fuchs: Gut erkennbar sind die kahlen verkrusteten Hautstellen.
Mit Räude befallener Fuchs: Gut erkennbar sind die kahlen verkrusteten Hautstellen.

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